SPFH richtet sich primär an Familien, deren Lebenssituation durch massive materielle Probleme und familiäre Belastungen verschiedener Art in einer Weise beeinträchtigt ist, dass sie nicht mehr imstande sind, das Wohl des Kindes zu gewährleisten. Solche Familien sind oft durch unterschiedliche Problemen und Krisen gekennzeichnet. Dazu gehören u. a.:
- Beziehungsstörungen von Eltern, Kindern und Partnern
- Überforderungssituationen der Eltern
- Verwahrlosung der Kinder, Probleme im Zusammenhang von Trennungen und Scheidungen
- Überschuldung und/oder ungenügende Einkommenslage
- Enge Wohnverhältnisse
- Fehlende Bewältigungsstrategien zur Konfliktlösung
Die hier aufgeführten Problemlagen können schwerwiegende Konsequenzen auf das Wohl des Kindes haben und etwaiges Problemverhalten bei den Kindern hervorrufen. Die Erkenntnisse aus der Forschung und Praxis zeigen, dass die Kinder auf belastende Familienverhältnisse oft mit Verhaltensauffälligkeiten reagieren, die sich u. a in folgenden Problemlagen manifestieren können:
- Entwicklungsverzögerung/Regression
- Lernschwierigkeiten
- Schulverweigerungen
- Störung in der Kommunikations- und Wahrnehmungsfähigkeit
- Emotionaler Rückzug
- Orientierungesschwierigkeiten
Diese Problemzusammenhänge verweisen zugleich auf die zentrale Aufgabenstellung der SPFH und sollen durch den systematischen Einsatz des Fachinstrumentariums einer dem Wohl des Kindes und Stabilisierung der Familie fördernden Lösung zugeführt werden.